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Oldenburgische Landschaft
Gartenstraße 7
26122 Oldenburg


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Öffnungszeiten:

Mo-Do 9.00-16.00 Uhr
Fr 9.00-13.00 Uhr

Über uns

Wer wir sind

Um Kultur, Wissenschaft und Natur des Oldenburger Landes zu bewahren und zu fördern sowie seine Natur zu schützen, wurde 1975 die Oldenburgische Landschaft gegründet. Sie ist zuständig für die kulturellen Belange der Region. Die Besonderheiten des Oldenburger Landes und die Menschen, die es mit ihrer regionalen Identität prägen, stehen dabei im Mittelpunkt.

Das Bestreben der Oldenburgischen Landschaft ist es, nicht nur zu fördern und zu beraten, sondern Menschen mit unterschiedlichen Fachkenntnissen und Blickwinkeln – Hauptamtliche wie Ehrenamtliche – miteinander zu vernetzen. Ganz wesentlich sind hier zum Beispiel die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, aber auch Einzelpersonen, die sich mit der Forschung und Gestaltung kultureller Entwicklungen befassen oder sich dem Naturschutz widmen.

Mehr erfahren Sie unter www.oldenburgische-landschaft.de

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Wo wir sitzen - Das Haus Gartenstraße 7

Im Zuge des klassizistischen Stadtumbaus und der Anlage des Schlossgartens entstand ab 1806 unter Herzog Peter Friedrich Ludwig die Gartenstraße. Mit großangelegten Grundstücken und einer stilistisch einheitlichen Bebauung sollte sie als repräsentativer Stadtzugang dienen. Im Jahr 1824 wurde hier das Wohnhaus des bis 1821 amtierenden Ersten Oldenburger Bürgermeisters Carl Christian Scholtz in Form eines typisch klassizistischen Quaderbaus mit Walmdach errichtet. Der Name des Baumeisters ist unbekannt. Im Jahr 1869 ging das Haus in den Besitz des Sohnes, Caspar Gottlieb Scholtz, über (1828 ebenfalls Erster Bürgermeister), anschließend an seine Kinder.

1892 kaufte der Großherzogliche Archivrat Georg Sello das Haus. Er ließ dem Gebäude rückseitig einen Anbau anfügen, der jedoch später wieder entfernt wurde. 1898 wurde das Haus in der Gartenstraße 7 bereits wieder verkauft. Der neue Eigentümer war der Bremer Industrielle Wilhelm Julius Gustav Tölken, der es umfangreich aus- und umbauen ließ. Den Entwurf lieferten Georg Eduard Gildemeister und Wilhelm Sunkel. Der Bau erhielt weitestgehend sein heutiges Erscheinungsbild. Mit dem 3-geschossigen Anbau und dem verbindenden Zwischenbau mit dem Eingang wurde er insgesamt um zwei Fensterachsen nach Osten verbreitert und um ein Geschoss erhöht. Der kleine Anbau an der Westseite stammt angeblich noch aus der Zeit Sellos. Außerdem ließ Tölken einen großzügig angelegten Treppenaufgang einbauen, der von Rudolf Alexander Schröder entworfen wurde und heute größtenteils als Rekonstruktion zu bewundern ist. Warum der überwiegende Teil des hölzernen historistischen Treppenhauses zwischenzeitlich verschwunden war, ist nicht überliefert. Eingebaut wurde Ende des 19. Jahrhunderts außerdem ein Oberlicht aus farbigem Glas. Zugunsten eines gleichmäßigen Lichteinfalls befindet sich über dem Oberlicht ein nach Norden gerichtetes gläsernes Schrägdach (Sheddach).

Äußerlich wurden dem klassizistischen Kernbau der noch heute sichtbare Fassadenschmuck sowie die Veranda aus Gusseisen und Glas hinzugefügt, wie sie nur noch selten erhalten ist. Die Oberlichter der Fenster wurden passend zur feingliedrigen Ausführung der Veranda mit mehreren eng aneinandergesetzten Kreuzsprossen umgestaltet. Die Verwendung von Rundbögen und die Ausgestaltung von Loggien erinnern stark an italienische Architekturformen.

Seit den 1970er Jahren ist die EWE (Energieversorgung Weser-Ems) Eigentümerin des Hauses Gartenstraße 7. Sie ließ umfangreiche Wiederherstellungsmaßnahmen nach den Gildemeisterschen Plänen durchführen. Im Dezember 1979 bezog die Oldenburgische Landschaft mit ihrer Geschäftsstelle einen Großteil der Räumlichkeiten und hat bis heute hier ihren Sitz.

 

Literatur:

Schute, Ursula Maria: Mitteilungsblatt der Oldenburgischen Landschaft, 1/1980.
Segers-Glocke, Christiane (Hg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. Bd. 3,. Hameln 1993, Seite 201.